Der internationale Warenverkehr ist grundsätzlich frei – doch diese Freiheit hat Grenzen. Aus sicherheits- und aussenpolitischen Gründen unterliegen bestimme Güter, Technologien, Software und Dienstleistungen Exportbeschränkungen. In einem zunehmend komplexen geopolitischem Umfeld müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie die Vorschriften der Exportkontrolle sowie Embargo- und Sanktionsregelungen nicht nur kennen, sondern auch korrekt einhalten. In diesem Grundlagen-Seminar erhalten die Teilnehmenden einen praxisorientierten Überblick über die wichtigsten Vorschriften der Schweizer Exportkontrolle und des internationalen Sanktionsrecht. Sie lernen, welche Güter kontrolliert sind, welche Länder und Geschäftspartner besondere Einschränkungen unterliegen und wie Exportkontrollprozesse im Unternehmen organisiert werden können. Anhand praktischer Beispiele wird aufgezeigt, wie Unternehmen Exportkontrollrisiken erkennen und ihre Exportprozesse rechtssicher und effizient gestalten.
Inhalte
- Grundlagen der Schweizer Exportkontrolle
- Embargo- und Sanktionsbestimmungen
- Klassifizierung von Gütern und Technologien
- Bewilligungspflichten und Genehmigungsverfahren
- Catch-All-Klauseln und Endverbleibserklärung
- Internationale Sanktionslisten und Screening-Prozesse
- Organisationen der Exportkontrolle im Unternehmen
- Internes Compliance Programm (ICP)
- Risiken und Konsequenzen bei Verstössen
Zielpublikum
Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungspersonen, die im internationalen Warenverkehr tätig sind oder mit Exportkontrollfragen in Berührung kommen, insbesondere:
- Mitarbeitende im Export und internationalen Vertrieb
- Sachbearbeitende Aussenhandel
- Mitarbeitende in Logistik und Zollabteilung
- Compliance- und Rechtsverantwortliche
- Fachpersonen aus Supply Chain Management
- Mitarbeitende, die neu mit Exportkontrollthemen konfrontiert sind
Kosten
Mitglieder einer Handelskammer oder S-GE
- vor Ort oder online: CHF 550.–
Nichtmitglieder
- vor Ort oder online: CHF 650.–